Was hat Boden mit Klima zu tun?

Lebendige Böden sind mächtige CO2-Speicher. Böden, die agro-industriell bewirtschaftet werden, sterben hingegen nach und nach ab und verlieren diese Eigenschaft. Sie stoßen nach einer gewissen Zeit sogar CO2 aus und werden zu CO2-Quellen.

Hier können sich dann die Pflanzen nur noch über Kunstdünger ernähren, der sie aus ihrer Lebensgemeinschaft reißt: den Pilzen und Bakterien und Kleinstlebewesen, mit denen sie doch von ihren Grundbedürfnissen her in ständigem Austausch stehen wollen. Das schwächt die Pflanzen und macht sie anfälliger gegen Krankheiten. (Was wiederum den Einsatz weiterer Chemikalien nach sich zieht)

Wir brauchen vitale Pflanzen zum Überleben auf diesem Planeten. Sie atmen das ein, was wir ausatmen, und atmen das aus, was wir einatmen. Sie sind unsere wichtigsten Verbündeten, wenn es uns um Heilung unserer Ökosysteme geht. Photosynthese ist einer der effektivsten, Kohlenstoff bindenden Prozesse überhaupt. Vitale Pflanzen wachsen nur auf lebendigen Böden.

Wir können das Klima regenerativ bewirtschaften, indem wir Humus aufbauen. “Climate farming” ist der für diesen Prozess geprägte Begriff. Ebendas wollen wir mit unserem Projekt “Humusbildung hoch 2” betreiben.

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Helgard Greve
Die Mitgründerin der Transition-Town- Initiative “Göttingen im Wandel” leitet das Projekt auf Ihrem Esel- und Pferdehof, dem “Mensch-Tier-Natur-Portal” in Göttingen-Geismar. Schon früh entwickelte sie eine Begeisterung für Erde und Böden, die sie anderen Menschen gern mit allen Sinnen spürbar näher bringt. Für das Kompostieren und die faszinierenden Transformationsprozesse der Natur fing sie Feuer, als sie als junge Frau in einer Lebensgemeinschaft in Tennessee (USA) im Bereich farming mitgearbeitet hat.

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